Montag, 21. Mai 2012
Unsere Kirche Drucken E-Mail
Präzisierung der Denkmaleigenschaft


Ev. Kirche St. Leonard
In seltener Stilreinheit erhaltene, qualitätvolle
romanische Saalkirche, Dachstuhl von 1171 (d).
Erste urkundliche Erwähnung 1201.
Bis ins 16. Jahrhundert Wallfahrtskirche.
Renovierung Anfang 18. Jahrhundert,
dabei einige Fenster vergrößert.
Umfassende Restaurierung 1934/35,
u. a. Rekonstruktion des alten Zustands der Fenster,
Mönch-Nonne-Dachdeckung und Neuordnung der
Inneneinrichtung. Außeninstandsetzung 1973
Inneninstandsetzung 1982. Sorgfältig behandelter
Feldsteinbau aus Schiff, eingezogenem quadratischem
Chor, Apsis und Westquerturm. Dieser mit Walmdach,
sein mit Längstonne gewölbtes Untergeschoss
ursprünglich als Vorhalle genutzt.
Im Obergeschoss vermauerte Bogenöffnung zum Schiff,
große Fensteröffnung nach Süden.
Zugang vom Schiff vermutlich über hölzerne Treppe,
erhaltene Tür mit Verriegelungsbalken. Im
Glockengeschoss rundbogige Schallöffnungen, in der
südlichen noch das ursprüngliche Backsteinsäulchen mit
Würfelkapitell erhalten.
Gutes abgetrepptes Schiffsportal im Süden mit
mächtigem halbrundem Schlussstein.
Die romanischen Rundbogenfenster ursprünglich. An der
Südseite des Chors, vor der rundbogigen Priesterpforte
rechteckige Vorhalle mit Blendenschmuck und Fialen am
Backsteingiebel, 15. Jahrhundert; die Brettertür mit
schmiedeeisernen Beschlägen, 13. Jahrhundert.
Im inneren flache Holzbalkendecke, die Balken mit
ornamentaler Grisaillemalerei, wohl in Anlehnung an
barocken Befund erneuert. Die romanischen
Kämpfergesimse am rundbogigen Triumph- und
Apsisbogen erhalten, der Apsisbogen abgetreppt.
Moderne Ausmalung in Apsis and am Triumphbogen um
1935. Der heutige Altaraufsatz mit Christus am Kreuz
von 1894. Vom ehem. Kanzelaltar von 1708 die schlichte
hölzerne Kanzel - am polygonalen Kanzelkorb
geschnitzte Ranken zwischen den Korbfeldern, am
Schalldeckel von Akanthuswerk umrankte Wappen -, das
Abendmahlsgemälde an der Chornordwand und der
Aufsatz mit Lamm Gottes an der Südwand. Voluminöse
Sandsteintaufe, z. H. 13. Jahrhundert, in achteckiger
Kelchform. Zwei reizvolle Reliefs, Anbetung und
Darbringung im Tempel, um 1460/70, (Reste eines
Schnitzretabels) an der Schiffsnordwand.
Orgel der Firma Dinse, Berlin, 1876. In der südlichen
Vorhalle mehrere Grabsteine ehem. Patronatsfamilien
15. - 18. Jahrhundert. Der älteste der Grabsteine der
Mette Leyden (gest. 1439), Ritzzeichnung der Figur in
Kielbogenrahmen und Inschrift. - Grabstein des Joachim
von Mestorp (gest. 1586) mit einer Relieffigur -
Grabstein seiner Ehefrau, Ende 16. Jahrhundert,
ebenfalls als Ganzfigur im Relief - Grabstein des Hans
von Mesdorf (gest. 1602)
Von den Bronzeglocken erwähnenswert, die um 1200. -
Barocke Grabsteine für Hoyer von Reinhart (gest. 1709),
Dorthea Bergia (gest. 1724) und Friedrich Hoyer von
Reinhart (gest. 1700). Die Feldsteinmauer des Kirchhofs
teilweise noch erhalten, an der Südwestseite
Backsteinportal auf Feldsteinen aufgesetzt, Anfang 16.
Jahrhundert.

 

Gottes Wort an jedem Tag

2005-01-16-2468.jpg

Herrnhuter Losungen

Montag
2.Chronik 30,18.19
Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.

Copyright Losungen,
Ev. Brüder-Unität www.ebu.de
Losungen von www.losungen.de

Zur Zeit Online

Wir haben 1 Gast online